LebensZeit - Ratgeber: Hausnotruf

Ratgeber

Gewusst wie

Wie funktioniert eigentlich ein Hausnotruf?

 

Fotos: DeutscheSenior, NEAT

Der Hausnotruf ist ein auf der Telefontechnik
basierendes System, das es allein wohnenden
alten, kranken oder behinderten Menschen erleichtert, in Notfällen jederzeit und unverzüglich Hilfe zu rufen. Das ermöglicht nicht nur den Betroffenen ein möglichst langes sicheres und selbstständiges Leben in den eigenen vier Wänden, sondern entlastet auch pflegende Angehörige.


Das Hausnotrufsystem besteht aus zwei Einzelteilen: Einer Basisstation, die an das vorhandene Festnetztelefon angeschlossen wird, sowie einem stoßfesten und wasserdichten Handsender, der wie eine Armbanduhr am Handgelenk oder als Medaillon um den Hals getragen wird und somit im Notfall schnell zur Hand ist.


Informationen zum Hausnotruf erhalten Sie über einen privaten Pflegedienst in Ihrer Nähe, Ihre Gemeinde- oder Stadtverwaltung oder auch über Ihre Kranken- und Pflegekasse.
Die Kosten für die Installation des Hausnotrufs sowie die monat liche Gebühr für die Bereitstellung des Dienstes sind in Deutschland derzeit von den Nutzern
selbst zu tragen. Da es sich bei dem Hausnotrufsystem jedoch um ein anerkanntes Pflegehilfsmittel handelt, können Pflegebedürftige einen Kostenzuschuss
beantragen. 


Die Fakten

 

  • Etwa 350.000 Menschen nutzen in Deutschland zurzeit den Hausnotruf.
  • Erst zwei Prozent der über 65-Jährigen sind hierzulande an den Hausnotruf angeschlossen.
  • In England und den skandinavischen Ländern sind es bereits bis zu 16 Prozent.