LebensZeit - Ratgeber: Daten und Fakten

Ratgeber

Daten & Fakten

 

Personenkreis: 2,25 Millionen Menschen waren 2007 in Deutschland pflegebedürftig. Davon wurden 1,54 Millionen Menschen zu Hause versorgt: 1.033.000 ausschließlich von Angehörigen und 504.000 mit teilweiser Unterstützung oder vollständig von 11.500 ambulanten Pflegediensten.

 

Altersstruktur: 83 Prozent der Pflegebedürftigen waren 65 Jahre und älter - 35 Prozent waren 85 Jahre und älter.

 

Pflegende Angehörige überwiegend weiblich*: Bei den Hauptpflegepersonen handelt es sich vor allem um Ehepartner und eigene Kinder. Töchter sind 2,6 mal häufiger Hauptpflegeperson als Söhne. Insgesamt sind drei Viertel der Pflegenden weiblich.

 

Pflegedauer*: 8,2 Jahre dauert statistisch gesehen die durchschnittliche Pflegezeit.

 

Gegenüber 2005 hat die Bedeutung der Versorgung durch die ambulanten Pflegedienste zugenommen: Die Zahl der ambulanten Dienste stieg um 5 Prozent und die Zahl der ambulant versorgten Personen nahm um 6,9 Prozent oder um 33.000 Personen zu.

 

Pflegestatistik 2007 *Schneekloth/Wahl 2005  



Wer viel Obst, Gemüse und Geflügel isst, verringert das Risiko, an Alzheimer zu erkranken. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher der New Yorker Columbia Universität in der Fachzeitschrift „Archives of Neurology“. Auch der Verzehr von Fisch und Nüssen trägt der Studie zufolge zum Erhalt der eigenen geistigen Leistungsfähigkeit bei.

Menschen, die bevorzugt Milchprodukte mit hohem Fettgehalt, Butter sowie Schweine und Rindfleisch zu sich nehmen, erhöhen hingegen das Risiko, an einer Demenz zu erkranken. Um die Resultate zu untermauern und konkrete Ernährungsempfehlungen geben zu können, sind weitere Untersuchungen notwendig, erklärten die Wissenschaftler.


 





 


 

Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik 2008
































Was bieten private ambulante Pflegedienste? 

Können Angehörige oder andere nahestehende Personen einen Pflegebedürftigen nicht oder nicht ausreichend pflegen, kann ein ambulanter Pflegedienst ergänzende Leistungen erbringen: in der Pflege, in der Betreuung und in der Hauswirtschaft. Die Leistungen hängen jeweils vom individuellen Bedarf ab.

 

Die ambulanten Dienste erbringen ...

... im Rahmen der Kranken- und Pflegeversicherung zum Beispiel

  • Grundpflege (z.B. individuelle Körperpflege, Hilfe beim An- und Auskleiden, Lagern und Betten)
  • Behandlungs- wie Krankenpflege (z.B. Verbandswechsel, Wundversorgung, Injektionen, Blutzuckerkontrolle und Medikamentenüberwachung)
  • hauswirtschaftliche Versorgung (z.B. Nahrungszubereitung, Nahrungsaufnahme, Reinigung, Wäschepflege, Einkäufe etc.)
  • psychiatrische Pflege
  • Information und Anleitung für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen

  ... ergänzende Leistungen, zum Beispiel

  • Ganztags- und Nachtversorgung 
  • Besorgung von medizinisch und technisch notwendigen Hilfsmitteln (z.B. Pflegebetten, Rollstühle, Gehhilfen usw.)
  • Fahr- und Begleitdienste bei Unternehmungen aller Art - auch bei Reisen
  • Hausnotruf
  • Pflegekurse zur Unterstützung pflegender Personen zu unterschiedlichen praxisrelevanten Themen
  • Angehörigenarbeit, Angehörigengruppen
  • Sterbebegleitung, Hospizbewegung

 


 

Lebensrettung bei Herzstillstand - der Defibrillator

Die Fakten

  • In Deutschland sterben rund 130.000 Menschen jährlich am plötzlichen Herztod.
  • Fast 80 Prozent der plötzlichen Herzstillstände treten Zuhause auf.
  • Die Überlebenschancen sind am höchsten, wenn der normale Herzrhythmus innerhalb von 4 bis 5 Minuten wieder hergestellt wird.
  • Die Überlebenswahrscheinlichkeit sinkt mit jeder verstrichenen Minute nach dem Herzstillstand um 7 bis 10 Prozent.



Was ist eine Demenz?

Demenz ist der Oberbegriff für einen organisch bedingten fortschreitenden Verlust der geistigen Fähigkeiten wie Denken, Erinnern, Orientierung und Verknüpfen von Denkinhalten, die dazu führen, dass alltägliche Aktivitäten nicht mehr eigenständig durchgeführt werden können. Demenz kann gut diagnostiziert werden, ist aber nicht heilbar. Frühzeitig erkannt und medikamentös behandelt kann der Verlauf hinausgezögert werden. Demenz unterscheidet sich von anderen Krankheiten dadurch, dass sie praktisch jeder irgendwann bekommt, wenn man nur alt genug wird.

Zu den Demenzen zählen die Alzheimer-Demenz, die Vaskuläre Demenz, Morbus Pick, Frontotemporale Demenz und weitere Demenzformen.

Alzheimer Demenz ist die häufigste Form der Demenzerkrankungen. Rund 60 Prozent aller Demenzen treten in Form einer Alzheimer-Demenz auf.

Demenzen können auch auftreten nach einem Schlaganfall, einem operativen Eingriff oder der Einnahme von Medikamenten.



Tipps zur Patientenverfügung

  • Aufklärung durch Ihren Arzt: Scheuen Sie sich nicht, mit dem Arzt Ihres Vertrauens über mögliche Behandlungssituationen, Therapiegrenzen und Ihre Wünsche zu sprechen.
  • Beratungsangebote nutzen. Entsprechendes gilt für die Beratung durch nicht ärztliche, aber im Umgang mit Patientenverfügungen erfahrene Einrichtungen oder Personen, wie Hospizvereine oder Notare.
  • Jederzeit widerrufbar. Eine Patientenverfügung kann jederzeit von Ihnen widerrufen werden, ohne dass dies schriftlich erfolgen müsste.
  • Verfügung überdenken, Unterschrift erneuern. Empfohlen wird, in nicht allzu langen Zeitabständen (z.B. alle zwei Jahre) Ihre Verfügung zu überdenken und die Unterschrift mit aktueller Orts- und Datumsangabe zu erneuern.
  • Gut zugänglich aufbewahren. Sorgen Sie dafür, dass Ihre Patienverfügung auffindbar und gut zugänglich aufbewahrt wird.
  • Gespräche führen. Ihre Einstellungen und Ihre Haltung sind auch für das Tätigwerden der Sie vertretenden Vertrauenspersonen wichtig, seien es Ehepartner, Kinder oder enge Freunde.
  • Vertrauensperson benennen. Falls Sie niemanden bevollmächtigen oder als Betreuer vorschlagen wollen, so benennen Sie zumindest eine Vertrauensperson (z.B. Pfarrer, Hausarzt).



Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik 2008
www.bmi.bund.de



Lebensretter Rauchmelder

Die Fakten
  • In Deutschland verunglücken täglich zwei Menschen tödlich durch Brände, die meisten davon in den eigenen Wänden.
  • 90 Prozent aller Brandopfer sterben nicht in den Flammen, sondern an einer Rauchvergiftung.
  • Zwei Drittel aller Brandopfer werden nachts im Schlaf überrascht.
  • Nach Ausbruch eines Brandes bleiben im Durchschnitt vier Minuten zur Flucht.