LebensZeit - Kristina Schröder für nachhaltige Sicherung der Mehrgenerationenhäuser

Kristina Schröder für nachhaltige Sicherung der Mehrgenerationenhäuser

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
arbeitet gemeinsam mit Ländern und Kommunen an der Weiterentwicklung der Mehrgenerationenhäuser zu Knotenpunkten bürgerschaftlichen Engagements. Insgesamt 450 Mehrgenerationenhäuser können am neuen Programm teilnehmen, die Bewerbungsphase startet im Sommer 2011. Dafür sollen rund 50 Millionen Euro für die Jahre 2012 bis 2014 zur Verfügung gestellt werden. Jedes Haus erhält - wie im bisherigen Aktionsprogramm - einen jährlichen Zuschuss von 40.000 Euro. Davon zahlt der Bund 30.000 Euro; die weiteren 10.000 Euro übernehmen Land oder Kommune.


"Ich möchte eine nachhaltige Sicherung der Mehrgenerationenhäuser. Dafür ist die Unterstützung der Länder und Kommunen unerlässlich", sagt die Bundesministerin für Familie Senioren, Frauen und Jugend, Kristina Schröder. "Wir haben deshalb gestern gemeinsam mit Ländern und Kommunen über Wege diskutiert, wie Mehrgenerationenhäuser - auch über das Folgeprogramm hinaus - dauerhaft in lokale Infrastrukturen eingegliedert werden können. Ich bin sehr zuversichtlich, dass uns das gemeinsam gelingt."


Inhaltlich setzt das Bundesfamilienministerium folgende neue Schwerpunkte:


"Alter und Pflege"
Etablierung von Beratungsangeboten für ältere Menschen, Pflegebedürftige und Demenzkranke und ihre Angehörigen

"Integration und Bildung"
Etablierung integrationsfördernder und bildungsunterstützender Angebote in möglichst vielen Häusern

"Haushaltsnahe Dienstleistungen"
Nachhaltige Festigung der Mehrgenerationenhäuser als die Dienstleistungsdrehscheiben in der jeweiligen Standortkommunen

"Freiwilliges Engagement"
Stärkere Vernetzung mit Einrichtungen und Initiativen - wie Freiwilligenagenturen, Seniorenbüros, Jugendmigrationsdiensten

Auch im neuen Förderprogramm wird der generationenübergreifende Ansatz weiterhin im Mittelpunkt stehen. Die Details des Folgeprogramms werden gemeinsam mit den Ländern und Kommunen besprochen, um die Nachhaltigkeit der MGHs zu sichern. "Die Idee der Mehrgenerationenhäuser war erfolgreich. Deswegen möchte ich auf die Erfahrung und Kompetenz aller dort Engagierten auch nicht verzichten", erklärt Bundesfamilienministerin Kristina Schröder. "Jetzt ist es an der Zeit, die Mehrgenerationenhäuser thematisch so aufzustellen, dass wir das Profil der Häuser schärfen und sie so zukunftsfest machen können."


© Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend


www.mehrgenerationenhäuser.de

Immer mehr Männer pflegen hilfsbedürftige Angehörige

© TK-Pressestelle, Hamburg

Nach Schätzungen des Statistischen Bundesamtes wird die Zahl der pflegebedürftigen Menschen in Deutschland in den nächsten 20 Jahren von heute 2,3 Millionen auf 3.4 Millionen im Jahr 2030 steigen. Die meisten Patienten werden zu Hause von Angehörigen gepflegt, meist sind es die Frauen, die sich um Eltern, Schwiegereltern, Kinder oder Partner kümmern. Aber auch immer mehr Männer pflegen neben ihrem Beruf hilfsbedürftige Angehörige.


Nach Daten der Techniker Krankenkasse (TK) leiden Männer mehr unter der Doppelbelastung von Pflege und Beruf als Frauen. Männern fällt es dabei deutlich schwerer, allen Rollen gerecht zu werden. Gleichzeitig verleugnen sie ihre Belastung. Während Frauen eher dazu neigen, trotz des Stresses einen gesunden Ausgleich zu finden und sich Probleme auch eher von der Seele reden, verdrängen Männer den Stress. Sie machen die Probleme lieber mit sich selbst aus, als einzugestehen, dass sie überfordert sind. Stattdessen rauchen sie mehr, greifen häufiger zu Alkohol und neigen zu Frustessen – was sich wiederum negativ auf ihre Gesundheit auswirkt.


"Wichtig ist, dass die Männer ihre Grenzen kennen und mit ihren Kräften haushalten. Pflege kann nur dann lange gutgehen, wenn es den Pflegendenauch gut geht", so die TK in Niedersachsen. Es gibt Angebote zur Unterstützung, deren Kosten von den Pflegekassen ganz oder teilweise übernommen werden: Zum Beispiel die Kurzzeitpflege, die einspringt, wenn die Angehörigen selbst eine Pause benötigen. Die sollte man auch nutzen, erklärt die TK.


Quelle: Techniker Krankenkasse Landesvertretung Niedersachsen